DIGITALER LEHRPLAN

Taxi & Mietwagen verständlich lernen

Jeder Prüfungsbereich wird zuerst erklärt, danach mit Fällen, Rechenaufgaben und Fragen trainiert. Die Vorschau zeigt den vollständigen Aufbau des PRÜVIO-Lernbuchs.

1. Personenbeförderungsrecht

Die rechtlichen Unterschiede zwischen Taxi- und Mietwagenverkehr sicher anwenden.

4 LERNEINHEITEN

Verkehrsarten

Taxenverkehr und Mietwagenverkehr gehören zum Gelegenheitsverkehr, folgen aber unterschiedlichen Regeln für Bereithalten, Auftragsannahme, Tarif und Betriebspflichten.

Taxi: Betrieb, Tarif und Beförderung

Im Pflichtfahrbereich gelten grundsätzlich Betriebs-, Beförderungs- und Tarifpflicht. Örtliche Taxiordnungen und Tarife ergänzen das Bundesrecht.

Mietwagen: Auftrag und Rückkehrpflicht

Der Auftrag muss am Betriebssitz oder in der Wohnung des Unternehmers eingehen. Ohne neuen Auftrag ist nach der Fahrt grundsätzlich zum Betriebssitz zurückzukehren.

Dokumentation und Aufsicht

Auftragseingänge, betriebliche Unterlagen und genehmigungsrelevante Änderungen müssen nachvollziehbar dokumentiert beziehungsweise gemeldet werden.

2. Berufszugang und Genehmigung

Die persönlichen, fachlichen und finanziellen Voraussetzungen für den Betrieb verstehen.

4 LERNEINHEITEN

Zuverlässigkeit

Unternehmer und verantwortliche Leitung müssen Gewähr für eine ordnungsgemäße, gesetzestreue Betriebsführung bieten.

Fachliche Eignung

Die Fachkunde wird regelmäßig durch die IHK-Prüfung oder einen anerkannten gleichwertigen Nachweis belegt.

Finanzielle Leistungsfähigkeit

Der Betrieb muss über ausreichende Mittel verfügen und seine laufenden Verpflichtungen zuverlässig erfüllen können.

Antrag und Änderungen

Fahrzeuge, Betriebssitz, verantwortliche Personen und wesentliche Änderungen müssen im Genehmigungsverfahren vollständig und rechtzeitig angegeben werden.

3. Kaufmännische Betriebsführung

Den Betrieb wirtschaftlich, dokumentiert und organisatorisch sicher führen.

4 LERNEINHEITEN

Buchführung und Belege

Geschäftsvorfälle müssen vollständig, richtig und nachvollziehbar erfasst werden. Rechnungen und Belege bilden die Grundlage für Steuer und Controlling.

Steuern und Umsatz

Netto, Umsatzsteuer und Brutto sind sauber zu unterscheiden. Fälligkeiten und Aufzeichnungspflichten gehören zur laufenden Unternehmensorganisation.

Versicherungen

Pflichtversicherungen schützen Fahrgäste, Dritte und Betrieb. Deckungsumfang, Selbstbeteiligung und Schadenmeldung müssen bekannt sein.

Personal und Einsatzplanung

Anmeldung, Arbeitszeit, Unterweisung, Abrechnung und Qualifikation der Beschäftigten müssen vor dem Einsatz geklärt und dokumentiert sein.

4. Kostenrechnung und Kalkulation

Rechenaufgaben verstehen und unter Zeitdruck nachvollziehbar lösen.

4 LERNEINHEITEN

Fixe und variable Kosten

Fixkosten fallen weitgehend unabhängig von der Fahrleistung an; variable Kosten verändern sich mit Kilometern, Fahrten oder Umsatz.

Deckungsbeitrag und Break-even

Der Deckungsbeitrag deckt zunächst die Fixkosten. Der Break-even ist erreicht, wenn Gesamterlöse und Gesamtkosten gleich hoch sind.

Fahrzeugkosten

Abschreibung, Finanzierung, Versicherung, Kraftstoff, Wartung, Reifen und Auslastung bestimmen die tatsächlichen Kosten pro Kilometer und Fahrt.

Liquidität

Gewinn und Zahlungsfähigkeit sind nicht dasselbe. Offene Forderungen können Gewinn zeigen, obwohl das Geld zur Begleichung fälliger Rechnungen fehlt.

5. Fahrzeuge, Betrieb und Sicherheit

Fahrzeuge rechtskonform einsetzen und Risiken vor Fahrtbeginn erkennen.

4 LERNEINHEITEN

BOKraft-Anforderungen

Ausrüstung, Kennzeichnung, Türen, Taxameter beziehungsweise Wegstreckenzähler und weitere Vorgaben unterscheiden sich nach Verkehrsart.

Verkehrssicherer Zustand

Bremsen, Reifen, Beleuchtung, Warnanzeigen, Gepäck und Besetzung dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen.

Unfall und Panne

Unfallstelle sichern, helfen, Feststellungen ermöglichen und betriebliche sowie versicherungsrechtliche Meldewege einhalten.

Umwelt und Effizienz

Vorausschauendes Fahren, korrekter Reifendruck, passende Wartung und geringe Leerfahrten reduzieren Verbrauch und Verschleiß.

6. Prüfungsstrategie

Wissen in schriftlichen Teilen und gegebenenfalls im Fachgespräch strukturiert zeigen.

4 LERNEINHEITEN

Aufgaben lesen

Schlüsselbegriffe markieren, verlangte Rechenschritte erkennen und zuerst sichere Punkte bearbeiten.

Rechenweg dokumentieren

Formel, Werte, Rechenschritt und Einheit sauber notieren. Ein nachvollziehbarer Weg kann auch bei einem Rechenfehler wichtig sein.

Zeitmanagement

Zeit pro Aufgabe planen, schwierige Fragen markieren und am Ende Antworten, Einheiten und Übertragungen kontrollieren.

Mündliche Antwort

Mit einer klaren Regel beginnen, diese kurz erklären und anschließend auf einen realistischen Betriebsfall anwenden.

Hinweis: Dies ist eine Lernhilfe und keine amtliche Veröffentlichung der IHK. Rechtsstände und lokale Regelungen werden vor Freigabe redaktionell geprüft.